Lichterklang mal modern und traditionell

Der Gesang- und Orchesterverein und hier speziell der gemischte Chor „Ton-Art“ hatte am Mittwochabend zu einem Abend voller Lichter mit traditioneller, adventlicher Musik in die Waldthurner Pfarrkirche eingeladen.

Gesangverein-Vorsitzender Bernhard Unger begrüßte die zirka 200 Zuhörer und forderte sie auf, nach dem Konzert eventuelles Kleingeld in ein Körbchen zu werfen, das als Spende für die Lennesriether Schwester Diane in Südafrika verwendet werde.

Der in stimmungsvolles Licht getauchte Altarraum stellte eine ideale Bühne für den „Lichterklang im Advent“ dar. Die 23 Sänger waren hochkonzentriert und hatten ihren Dirigenten Christoph Pausch, der das Ensemble seit einem Jahr leitet, fest im Blick. „Nach intensiver Probenarbeit mit Pausch als neuem Chorleiter war dies der krönende Abschluss“, erklärte Unger. Mit dabei: die Stubenmusik „Saitenspiel“ mit Maria Golla, Heidi Klos und Gunda Völkl; am E-Piano spielte Lisa Golla und an der Trompete Michael Völkl.

Die ausgewählten Lieder wirkten im Lichterschein und der Funke des Abends sprang schnell auf die Zuhörer über. Mit einer gehörigen Portion Schwung begann „tonArt“ mit „An Advent Gospel“ nach der Musik von Lloyd Larson.

Zwischen den Liedern wurden Textpassagen gesprochen. „Es gibt für jeden ein Licht, man muss es nur finden“, sprach Maria Golla. „Licht bist, erfährst und bleibst Du in der Dunkelheit“, ergänzte Christina Kellner. Michaela Üblacker sprach von den drei ersten Kerzen den Adventskranzes Frieden, Glaube und Liebe, die allzu oft erlöschen. Durch die vierte Kerze der Hoffnung könne man alle wieder entzünden. Unger stellte fest, dass Nächstenliebe gar nicht so schwer wäre, wenn der Nächste nicht gar so nah wär.

“It`s a Me” vom bekannten Arrangeur und Chorexperten Lorenz Maierhofer war der nächste Programmpunkt von „tonArt“. Im Anschluss intonierte der Chor das „I`ve got peace like a river“ von Henry O. Miller. Michael Völkl zeigte bei zwei Trompetensoli seine enorme Klasse und hatte sein Instrument perfekt im Griff. Ebenso offerierte Lisa Golla am E-Piano und Hans Feiler an der Orgel ihr außergewöhnliches Können bei ihren instrumentalen Begleitungen.

„Saitenspiel“ hatte zusammen mit dem Dirigenten Pausch direkt unter dem großen Adventskranz im Altarraum Platz genommen und fühlte sich dort musikalisch sichtlich wohl. Beim Schein der drei Adventkerzen brachten die Stubenmusik gekonnt „Il Andante“, die „Inzeler Weihnachtsmusik“ und die „Stille Zeit“ zu Gehör. Die Gruppe zeigte die imposante Beherrschung von Hackbrett, Geige und Gitarre.

Von der Empore aus erklang das „Ave Maria“ von John Rutter durch das atmosphärische Kirchenschiff. Die tonArt-Sängerinnen Sarah Klos, Rita Feiler sowie Pausch sangen mit Begleitung von Hans Feiler diese beeindruckenden Solopassagen.

Weitere Werke waren „Mein Mund verkünde“, „Aller Augen“ von Maierhofer, der Kyrie-Satz von Michael Haller sowie das bekannte „O Heiland, reiß die Himmel auf“. Gemeinsam mit den Zuhörern stimmte der Chor schließlich das „Macht hoch die Tür“ zum Abschluss des „Lichterklang im Advent“ an.

Pausch als Leiter des gesamten Ensembles nahm allen Beteiligten durch seine Sicherheit schnell die Aufregung und führte jeden Einzelnen zu musikalischen Höchstleistungen. „Ich hoffe, es hat euch etwas Spaß gemacht“, meinte er zu den applaudieren Zuhörern und verzog sich mit seinem Chor in die Sakristei. Nachdem der Applaus nicht abebben wollte, entließen die Sänger die begeisterten Zuhörer mit einer Zugabe in die dunkle Nacht.

 

Quelle: https://www.onetz.de/oberpfalz/waldthurn/lichterklang-mal-modern-traditionell-id2926955.html

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